Tennis | Folge 2: Ben Attin.

Wenn Erwachsene darüber sprechen, dass „die Jugend von heute“ keine Verantwortung mehr übernehmen will, dann sollten sie Ben Attin kennenlernen.

Ben ist 14 Jahre alt. Nach den Sommerferien geht er in die 9. Klasse der Michelsenschule. Er ist in Barienrode aufgewachsen. Ein echter Dorfjunge. Einer, der abends mit seinen Freunden durchs Dorf läuft, der ständig unterwegs ist und bei dem man sich manchmal fragt, ob er überhaupt weiß, wie Stillstand funktioniert.

Und genau deshalb ist er die zweite Geschichte von „Mensch, SCB!“.

Denn Ben gehört zu den Menschen, die nicht erst gefragt werden müssen.

Seit seinem sechsten Lebensjahr spielt er Tennis beim SCB. Donnerstags steht er außerdem beim Basketball in der Turnhalle. Seit fünf Jahren engagiert er sich in der Jugendfeuerwehr. Während viele in seinem Alter noch überlegen, wo sie sich einbringen möchten, macht Ben einfach.

Er hilft auf dem Sportplatz. Er hilft auf dem Tennisplatz. Er unterstützt den Getränkewart. Er gehört zum erweiterten Grillteam. Und wenn der Aufsitzmäher des Sportvereins bewegt werden muss, leuchten seine Augen vermutlich ein kleines bisschen mehr als bei den meisten anderen. Wer Ben kennt, weiß: Er fährt ihn mit Stolz.

Vieles davon hat er von seinem Vater gelernt. Dass man mit anpackt. Dass man Verantwortung übernimmt. Dass ein Verein nur funktioniert, wenn Menschen bereit sind, mehr zu tun, als von ihnen erwartet wird.

Und Ben macht noch etwas, das mindestens genauso wichtig ist: Er sagt auch mal etwas.

Wenn sich andere nicht an Regeln halten, wenn etwas unfair läuft oder wenn Grenzen überschritten werden, dann schaut er nicht weg. Er gibt Kontra. Respektvoll, aber klar. Weil Gemeinschaft nicht nur von Hilfsbereitschaft lebt, sondern auch davon, füreinander einzustehen und Verantwortung zu übernehmen.

In seiner Freizeit ist Ben fast immer auf den Beinen. Mit dem Fahrrad unterwegs. Früher oft mit dem Kettcar. Mit Freunden unterwegs. Immer draußen. Immer in Bewegung.

Und wer mit ihm spricht, merkt schnell: Er interessiert sich für alles, was mit Landwirtschaft zu tun hat. Er ist sogar schon Rübenroder gefahren – etwas, das vermutlich nicht jeder 14-Jährige von sich behaupten kann.

Vielleicht ist genau das das Besondere an Ben.

Er ist nicht laut. Er drängt sich nicht in den Vordergrund. Er macht einfach.

Er hilft.
Er packt an.
Er übernimmt Verantwortung.

Und er zeigt uns Erwachsenen ganz nebenbei, dass die Zukunft gar nicht so schlecht aussehen kann, wie manche behaupten.

Denn wenn junge Menschen wie Ben bereit sind, sich einzubringen, füreinander einzustehen und Verantwortung zu tragen, dann dürfen wir optimistisch sein.

Wer schon in jungen Jahren Verantwortung übernimmt, wird die Welt vielleicht nicht allein verändern.

Aber er wird sie besser machen.

Es sind nicht die Jahre, die zählen. Es sind die Menschen.

Nur der SCB. 🩵🎾🔥🍔

Von Bernhard