Es gibt Wochenenden, die man wieder vergisst. Und es gibt Wochenenden, von denen noch Monate später erzählt wird. Dieses Pfingstlager unserer Mädchenmannschaften gehört ganz sicher zur zweiten Kategorie. Denn was als Turnierfahrt in die Niederlande begann, wurde am Ende zu einer Reise voller Emotionen, Teamgeist und Momenten, die bleiben. 💙
Freitag, 12 Uhr am Clubhaus in Barienrode. Schon lange vor der Abfahrt war die Aufregung spürbar. Überall Taschen, Schlafsäcke, Bälle und Stimmen. Drei Fahrzeuge und ein Anhänger wurden bis auf den letzten Zentimeter beladen. Und was dort alles hineingepackt wurde, zeigte schon, dass es keine normale Fußballfahrt werden sollte:
🏕️ 6 Zelte
⛺ Pavillon
🛏️ Luftmatratzen & Schlafsäcke
🪑 Tische und Sitzbänke
🍳 Campingkocher
🥤 Getränke und Verpflegung
⚽ Bälle
🎶 Musikanlage
😁 Gute Laune
🔥 Und eine riesige Portion Vorfreude
Um 12:30 Uhr setzte sich die kleine blau-weiße Karawane in Bewegung. Nach Stau, Pausen und vielen Kilometern wurde kurz nach 18 Uhr endlich das Ziel erreicht: Zutphen, eine wunderschöne niederländische Stadt mit rund 50.000 Einwohnern, die an diesem Wochenende komplett im Fußballfieber war.
Die Dimensionen beeindruckten sofort:
⚽ 11 Spielfelder
⚽ Über 50 Mannschaften
⚽ Fast 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
⚽ Parallel der Hanse-IJssel-Cup der Jungen
Nach der Ankunft wurde sofort gemeinsam angepackt. Innerhalb kurzer Zeit entstand aus einer freien Wiese das kleine SC-Barienrode-Dorf – sechs Zelte und mittendrin ein Pavillon als Treffpunkt für alle.
Und dann kam direkt der erste Gänsehautmoment des Wochenendes…
Um 19:30 Uhr begann die große Eröffnungsfeier. Unsere Mädchen hatten sich ihre Nation bereits ausgesucht: Brasilien!
In wunderschön gestalteten Brasilien-Trikots – die dank Familie Herberg kurzfristig noch beschriftet werden konnten (vielen Dank dafür! 🙌) – und mit Brasilien-Flagge liefen die Mädels ins Stadion ein.
Überall Musik. Fahnen. Jubel. Lichter. Menschen aus verschiedenen Ländern.
Und wenn man in die Gesichter unserer Mädchen schaute, sah man vor allem eines:
Stolz.
Nach der Eröffnung gab es mitgebrachte Hotdogs zum Abendessen und eine Mannschaftsbesprechung zum Ablauf. Anschließend wurde das Gelände erkundet – und typisch für unsere Mädels dauerte es nicht lange, bis erste Kontakte geknüpft waren. Fotos, Videos, Chillen, Fußballspielen und gemeinsames Lachen – aus Fremden wurden schnell neue Bekanntschaften.
Mitternacht: Treffen an den Zelten. Danach hieß es eigentlich schlafen.
Eigentlich.
Denn bereits um 5 Uhr morgens zogen Pauline Reymann und Julia Bluk freiwillig ihre Laufschuhe an und absolvierten eine Joggingrunde. 💪
Um 7 Uhr wurden dann alle anderen geweckt.
Nach einem eher übersichtlichen Frühstück in der ansonsten tollen Clubgaststätte ging es um 9 Uhr in die wunderschöne Innenstadt von Zutphen. Die Begeisterung war groß – und als Überraschung spendierte ein Vereinsmitglied Eis für alle. 🍦💙 Vielen Dank für diesen großartigen Support!
Dann wurde es sportlich.
Und die Bedingungen hatten es in sich:
🌡️ 27 bis 31 Grad
☀️ Kaum Schatten
😓 einige gesundheitlich angeschlagene Spielerinnen
⚽ dazu teilweise unklare Regeln – mal mit Abseits, mal ohne
😅 und Schiedsrichter, die gefühlt fast nie pfiffen
Um 14 Uhr stand das erste Spiel gegen Frankreich an. Aufgrund der enormen Hitze und körperlich überlegener U17-Gegnerinnen musste viel gewechselt werden – am Ende 0:2.
Direkt danach wartete Deutschland. Die Kräfte schwanden bei inzwischen fast 30 Grad weiter – Endstand 0:6.
Eine Stunde später Spanien. Und plötzlich war da etwas anderes auf dem Platz.
Nach einer gemeinsamen Besprechung zeigten die Mädels eine völlig andere Körpersprache. Es wurde gekämpft, gelaufen und verteidigt. Endlich war Barienrode im Turnier angekommen. Das knappe 0:1 fühlte sich fast wie ein kleiner Sieg an.
Und dann das letzte Spiel des Tages gegen Gastgeber FC Zutphen (Niederlande).
Körperbetont, intensiv, anstrengend – doch diesmal belohnten sich die Spielerinnen endlich:
Pauline Reymann trifft! ⚽🔥
Ein Tor, das gefeiert wurde, als wäre gerade ein WM-Finale entschieden worden.
Direkt danach ging es an einen nahegelegenen See. Einige sprangen ins Wasser, andere spielten Volleyball oder Fußball.
Gegen 21 Uhr dann noch gemeinsamer Besuch bei McDonald’s.
Zurück an den Zelten hieß es erstmal: Duschen.
Doch die geplante Nachtruhe fiel zunächst ins Wasser – Böller anderer Vereine und sogar ein Polizeieinsatz direkt vor dem Schlafplatz der Familie Rokahr sorgten dafür, dass an Schlaf kaum zu denken war.
Erst gegen 1 Uhr nachts wurde es endlich ruhig.
Sonntagmorgen. 7 Uhr aufstehen. 7:30 Uhr Frühstück.
Dann wartete erneut Frankreich.
Diesmal aber mit einer völlig anderen Einstellung.
Laura Sellnau nahm die Doppeltorschützin aus dem ersten Spiel komplett aus der Partie – die Gegnerin wurde früh ausgewechselt. Leider blieben eigene Chancen ungenutzt und kurz vor Schluss fiel unglücklich noch das 0:1.
Im letzten Spiel gegen England entwickelte sich dann ein Duell auf Augenhöhe.
Mitte des Spiels das 0:1 – doch unsere Mädels kämpften weiter.
Und dann setzte sich Hanna Narberhaus, diesmal als Kapitänin unterwegs und leicht angeschlagen, stark durch und erzielte den umjubelten Ausgleich. 💙
Es ging ins Elfmeterschießen:
🧤 Lia Schubert hält zweimal sensationell
🧤 einmal machtlos
😔 leider wurden drei eigene Versuche vergeben
Danach wurde gemeinsam abgebaut – und genau wie beim Aufbau half jede mit. Innerhalb kürzester Zeit war alles verstaut.
Um 13 Uhr folgte die Siegerehrung – inklusive eines kleinen WM-Pokals für die Spielerinnen. 🏆
Vor der Heimfahrt gab es noch einen letzten gemeinsamen McDonald’s-Stopp, bevor gegen 19:30 Uhr wieder Barienrode erreicht wurde – wo bereits die Eltern warteten.
Besonders hervorzuheben:
💙 Anike Stitz, die sich trotz Krankheit zunächst durchkämpfte
💙 Janne Rokahr, überragend hinten und alle Spiele durchgespielt
💙 Mette Höweling, ebenfalls ohne Pause mit starker Leistung
💙 Hanna Narberhaus, angeschlagen und trotzdem als Kapitänin vorangegangen
💙 Antonina Prozak und Laura Sellnau als flexible Jokerinnen
💙 Lia Schubert und Merle Schröder wechselnd stark im Tor
💙 Pauline Reymann, Merle Jeschieniak und Julia Bluk mit großem Einsatz im Sturm
Und natürlich Christian Reymann, Philipp Rokahr und Melanie Rokahr, die dieses Wochenende begleitet und möglich gemacht haben.
Am Ende bedankten sich die Spielerinnen sogar noch einmal ausdrücklich bei ihnen.
Und vielleicht sagt das alles:
Es war kein Turnier. Es war keine einfache Fahrt.
Es war ein Wochenende voller Freundschaften, Zusammenhalt, Emotionen und Erinnerungen fürs Leben.
SC Barienrode – längst mehr als Fußball. Längst Familie. 💙🤍⚽🔥





































