Zwei persönliche Entscheidungen, eine gemeinsame Zeit und eine Mannschaft, die sie mit aufgebaut haben: Dennis „Gomez“ Herrmann bleibt Spieler, Marcel Neie schlägt beruflich und privat ein neues Kapitel auf. Beide verabschieden sich als Trainer – aber längst nicht vom SC Barienrode.
Zum Ende der Hinrunde endet eine wichtige Etappe bei der 1. Herren des SC Barienrode. Dennis „Gomez“ Herrmann, Mitbegründer und Spielertrainer der Mannschaft, legt sein Traineramt nieder. Auch Co-Trainer Marcel Neie verabschiedet sich von der Seitenlinie.
Beide Entscheidungen haben persönliche Gründe. Und beide machen deutlich, wie viel ihnen die Mannschaft und der Verein bedeuten. In ihren eigenen Worten blicken sie auf eine intensive Zeit zurück, bedanken sich bei ihren Wegbegleitern und erklären, warum jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung gekommen ist.
⚽ Gomez: „💙🤍 „Danke, das war’s – noch lange nicht!“
Für Dennis „Gomez“ Herrmann ist der Abschied von der Seitenlinie keine leichte Entscheidung. Schließlich war er nicht nur Trainer, sondern von Anfang an einer der Initiatoren und Mitbegründer der 1. Herren.
Als der Neustart des Barienroder FuĂźballs 2025 anstand, packten wir gemeinsam an. Innerhalb von nur sechs Wochen wurde eine komplett neue Mannschaft auf die Beine gestellt. Aus dieser gemeinsamen Aufbauarbeit ist inzwischen viel mehr geworden: Der gesamte Barienroder FuĂźball ist von rund 60 Kindern und Jugendlichen im Jahr 2025 auf mittlerweile 230 Mitglieder gewachsen.
Gomez blickt mit Stolz auf das zurĂĽck, was gemeinsam entstanden ist. Dabei ging es ihm nie allein um Ergebnisse auf dem Platz, sondern auch um Zusammenhalt und darum, etwas Eigenes aufzubauen.
„Ich habe immer versucht, das Beste für die Mannschaft und den Verein herauszuholen. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir diese Mannschaft gemeinsam ins Leben gerufen und etwas Eigenes aufgebaut haben. Die Zeit als Trainer hat mir viel Freude bereitet und ich nehme viele schöne Erinnerungen mit“, sagt Herrmann.
Ein großes Dankeschön an seine Wegbegleiter
Zum Ende seiner Trainertätigkeit ist es Gomez wichtig, den Menschen zu danken, die ihn unterstützt und ihm Vertrauen entgegengebracht haben.
Sein Dank gilt dem Vorstand, dem Grillteam, dem Stammtisch und besonders denjenigen aus der Mannschaft, die hinter ihm gestanden haben. Diese Unterstützung und die Wertschätzung seiner Arbeit bedeuten ihm viel.
Ein ganz besonderer Dank geht an seinen Co-Trainer Marcel Neie. Woche fĂĽr Woche haben sich die beiden ĂĽber Trainingseinheiten, Aufstellungen, Spiele und die Entwicklung der Mannschaft ausgetauscht und gemeinsam Entscheidungen getroffen.
„Diese Zusammenarbeit hat mir unglaublich viel Freude bereitet. Wir konnten uns immer auf Augenhöhe austauschen und ich wusste, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Dafür möchte ich mich bei Marcel von Herzen bedanken. Es war eine tolle gemeinsame Zeit!“
Auch Torwarttrainer Kevin Reinke gehörte zu diesem Trainerteam, auf dessen Zusammenarbeit Gomez mit Dankbarkeit zurückblickt.
Weniger Verpflichtungen, aber weiterhin FuĂźball
Neben seiner beruflichen Verantwortung ist Gomez Familienvater von zwei kleinen Kindern. Die Trainertätigkeit bedeutete Woche für Woche einen erheblichen zeitlichen Aufwand. Jetzt möchte er wieder mehr Zeit für seine Familie haben und zugleich dem Fußball als aktiver Spieler treu bleiben.
Mit seinem Rücktritt möchte er außerdem Platz für neue Ideen und Impulse schaffen. Der Mannschaft und dem künftigen Trainer wünscht er viel Erfolg, Zusammenhalt und vor allem weiterhin Freude am Fußball.
Doch wer glaubt, dass damit seine Zeit beim SCB vorbei ist, irrt gewaltig.
„Ganz so einfach werdet ihr mich nicht los! Ich bleibe der Mannschaft als Spieler erhalten und freue mich darauf, künftig wieder einfach nur Fußball zu spielen, Tore zu schießen und gemeinsam mit den Jungs auf dem Platz zu kämpfen.“
Auch darüber hinaus kann sich Gomez vorstellen, sich künftig im Verein einzubringen. Mit einem Augenzwinkern bringt er sogar schon eine mögliche Aufgabe ins Spiel:
„Es gibt ja zum Glück noch genügend andere Aufgaben im Verein, bei denen man sich einbringen kann. Vielleicht werde ich ja irgendwann Mitglied der Werkself – handwerklich sollte ich dafür zumindest nicht ganz ungeeignet sein.“
Eines steht fĂĽr ihn fest: Der SC Barienrode ist mehr als ein FuĂźballverein. Die Gemeinschaft, die Menschen rund um den Sportplatz und die Freude am FuĂźball bleiben ihm wichtig.
Und deshalb endet seine Stellungnahme mit den Worten, die auch ĂĽber diesem Bericht stehen:
„Danke, das war’s – noch lange nicht!“ ⚽
🤝 Marcel Neie: „Gemeinsam von Bord und die Segel neu setzen!“

Auch Marcel Neie verabschiedet sich von der Seitenlinie. Seine Geschichte bei der 1. Herren begann allerdings mit einem ganz anderen Plan: Er wollte mit der Rückennummer 7 als Kapitän auf dem Platz stehen, kicken, siegen und gemeinsam mit der Mannschaft aufsteigen.
„Mit Gründung der 1. Herren des SCB war für mich gleich klar: Ich möchte Teil davon werden.“
Doch im August 2025 kam alles anders. Im Derby gegen Diekholzen wurde Marcel bei einem schweren Zusammenstoß von einem anderen Spieler völlig ausgeknockt. Die körperlichen Folgen beschäftigen ihn bis heute. Schnell wurde klar, dass eine Rückkehr auf den Fußballplatz nicht mehr möglich sein würde.
Der Einschnitt traf ihn nicht nur sportlich. Durch den Vorfall verlor Marcel auch seinen Arbeitsplatz. Er und seine Familie standen plötzlich vor einer schwierigen Situation.
„Es war ein ziemlicher Trümmerhaufen, vor dem ich und meine Familie standen und sicher keine einfache Zeit“, beschreibt er rückblickend.
Vom Kapitän zum Co-Trainer
Umso mehr freute sich Marcel, Anfang 2026 eine neue Aufgabe bei der Mannschaft zu finden. Als Co-Trainer unterstützte er Dennis „Gomez“ Herrmann und Torwarttrainer Kevin Reinke.
Obwohl die Trainerrolle ursprünglich nicht sein Plan gewesen war, wurde sie für ihn zu einer wertvollen Erfahrung. Er fühlte sich von der Mannschaft gut aufgenommen, erlebte Vertrauen und Wertschätzung und freute sich Woche für Woche darauf, bei den Trainingseinheiten den Kopf freizubekommen.
„Trotz dass die Rolle des Co-Trainers nicht meine eigentliche Intention war, in der Mannschaft mitzuwirken, muss ich sagen, hat mir diese Aufgabe unfassbar viel Freude bereitet und wir hatten viel Spaß zusammen.“
Der Zuspruch aus der Mannschaft und von vielen anderen motivierte ihn, weiterzumachen. Auch die Zusammenarbeit mit Gomez und Kevin beschreibt Marcel als besonders positiv.
„Wir waren von Anfang an ein gutes Team und die Zusammenarbeit war von großem Vertrauen und Wertschätzung geprägt – dafür bin ich sehr dankbar.“
Doch während ihm die Mannschaft Halt und Beständigkeit gab, musste er sich nach einer langen Krankheitszeit beruflich vollständig neu orientieren. Eine turbulente Phase, die viel Kraft verlangte. Trotzdem habe er immer versucht, für die Mannschaft präsent zu sein und für den SCB einzustehen.
Aus der Krise in die Selbstständigkeit
Heute kann Marcel mit Stolz sagen, dass sich vieles zum Guten gewendet hat. Aus der schwierigen Situation heraus hat er den Mut gefasst, seinen beruflichen Traum zu verwirklichen. Er machte sich selbstständig und arbeitet inzwischen als ungebundener Finanz- und Versicherungsberater.
„Nach jedem Tief kommt ein Hoch und so durfte auch ich es erfahren“, schreibt er.
Nun möchte er sich auf den weiteren Aufbau seiner beruflichen Existenz und auf seine Familie konzentrieren. Vor wenigen Wochen hat die Familie erneut Zuwachs bekommen. Diese neue Lebenssituation spielt bei seiner Entscheidung eine wichtige Rolle.
Mit dem Ausstieg von Gomez steht für Marcel außerdem fest, dass ein neues Trainerteam Zeit benötigen würde, um sich kennenzulernen und gemeinsam mit der Mannschaft zusammenzuwachsen. Diese zeitliche Investition kann er aktuell nicht leisten.
„Der Abschied von der Seitenlinie fällt mir nicht leicht. Mit einem neuen Trainer die Segel neu zu setzen, sich kennenzulernen und zusammenzuwachsen, ist für mich eine zeitliche Investition, die ich aktuell nicht aufbringen kann.“
Deshalb legt auch Marcel sein Amt als Co-Trainer nieder. Er möchte seine berufliche Zukunft festigen und für seine Familie da sein.
Ein endgĂĽltiger Abschied vom FuĂźball? Noch ist nichts entschieden!
Ob Marcel irgendwann wieder auf den Platz zurückkehrt, lässt er offen. Für ihn und seine Familie habe das vergangene Jahr allerdings einen hohen Preis gehabt. Deshalb möchte er nichts überstürzen.
Gleichzeitig schließt er nicht aus, sich zu gegebener Zeit an anderer Stelle wieder beim SCB einzubringen. Und sollte es gesundheitlich wieder möglich sein, würde er gern die eine oder andere Trainingseinheit mitmachen – einfach, um wieder ein bisschen zu kicken und Spaß zu haben.
Sein Dank gilt allen FĂĽrsprechern und UnterstĂĽtzern, vor allem aber der Mannschaft, Dennis und Kevin. Ihnen wĂĽnscht er fĂĽr die Zukunft nur das Beste.
Und dann kommt der Satz, der zu Marcel passt und zeigt, dass die Verbindung zum SCB bestehen bleibt:
„Wir sehen uns am Bratwurststand. Punkt!“ 💙🤍
🔄 Wie geht es bei der 1. Herren weiter?
Die Verträge des bisherigen Trainerteams laufen zum 30. November 2026 aus. In der Winterpause wird die neue Fußballabteilungsleiterin Sandra Jeschieniak gemeinsam mit ihrem Unterstützer Armin Fiß die Suche nach einem neuen Trainergespann in Ruhe angehen. Auch die drei Mannschaftskapitäne werden in diesen Prozess einbezogen.
Ziel ist es, eine tragfähige Lösung zu finden, die Mannschaft und Trainerteam zusammenbringt und eine klare Perspektive für die Zukunft schafft. Dabei soll nichts überstürzt werden.
Der bisherige Fußballabteilungsleiter Daniel Marek hat sein Amt abgegeben. Mit Sandra Jeschieniak übernimmt eine neue Abteilungsleiterin Verantwortung für die nächsten Schritte.
Der Barienroder Fußball hat sich in kurzer Zeit stark entwickelt. Von rund 60 Kindern und Jugendlichen im Jahr 2025 auf mittlerweile 230 Mitglieder – das ist ein Erfolg, den viele Menschen gemeinsam möglich gemacht haben. Diesen Weg will der SCB fortsetzen.
💙🤍 Die SCB-Familie wächst weiter
Auch wenn Gomez und Marcel ihre Aufgaben an der Seitenlinie abgeben, ist ihre Geschichte beim SCB noch nicht zu Ende.
Gomez bleibt als Spieler Teil der Mannschaft. Marcel möchte dem Verein verbunden bleiben und lässt offen, ob er sich künftig wieder an anderer Stelle einbringen kann.
Und eine schöne Nachricht gibt es zum Schluss auch noch: Zum 1. November ist die SCB-Familie um zwei weitere Mitglieder gewachsen – Gomez’ Ehefrau und sein jüngster Sprössling sind dem Verein beigetreten!
Ganz so einfach kommt man vom SCB eben nicht los.
Wir bedanken uns bei beiden fĂĽr ihren Einsatz, ihre Zeit und alles, was sie fĂĽr die Mannschaft getan haben. FĂĽr die neuen beruflichen und privaten Kapitel wĂĽnschen wir Gomez und Marcel sowie ihren Familien von Herzen alles Gute.
Gomez bleibt auf dem Platz. Marcel bleibt dem SCB verbunden. Und die Geschichte geht weiter. 💙🤍