Dieses Spiel hatte alles: Hitze, Härte, Emotionen – und am Ende grenzenlosen Jubel in Blau-Weiß.

Der SC Barienrode bezwingt den VfL Giften II in einem hochintensiven Heimspiel mit 4:2 und liefert dabei eine Vorstellung ab, die sinnbildlich für den aktuellen Weg der Mannschaft steht: kämpfen, aufstehen, zurückschlagen.

Dabei begann die Partie alles andere als optimal. Bereits in der 1. Minute wurden die Blau-Weißen eiskalt erwischt, als nach einer Ecke ein Missverständnis in der Defensive zum frühen 0:1 führte. Ein Schockmoment, der der Mannschaft deutlich anzumerken war.

Doch Barienrode fing sich, arbeitete sich Stück für Stück in die Partie – und belohnte sich in der 22. Minute: Nach einer starken Aktion steigt Lukas „Tupsi“ Tups im Strafraum hoch und köpft entschlossen zum 1:1 ein. Der Ausgleich war mehr als nur ein Tor – er war der Wendepunkt.

Die Partie entwickelte sich zu einem hitzigen Schlagabtausch mit vielen Zweikämpfen, Diskussionen und engen Entscheidungen. In genau so einem Spiel braucht es einen kühlen Kopf – und den bewies Schiedsrichter Asmus Weber, der mit viel Ruhe, klarer Linie und Fingerspitzengefühl die Kontrolle behielt und die Begegnung souverän leitete.

Kurz vor der Halbzeit dann der nächste Gänsehautmoment:
Constantin „Conne“ Klemm erobert stark den Ball, spielt schnell weiter auf Yannick Koppe, dessen halbhohe Hereingabe punktgenau im Strafraum landet – und dort kommt Dennis „Gomez“ Herrmann angeflogen und vollendet per spektakulärem Flugkopfball zum 2:1. Der Sportplatz stand Kopf.

Mit dieser Energie ging es in die Pause, in der Co-Trainer Marcel Neie und Spielertrainer Gomez die richtigen Worte fanden. Und ihre Mannschaft setzte diese direkt nach Wiederanpfiff um.

Auch wenn die zweite Halbzeit weiterhin von vielen strittigen Szenen geprägt war, blieb Barienrode die aktivere, entschlossenere Mannschaft. Man spürte: Hier will heute einer unbedingt gewinnen.

Das zahlte sich aus, als Timo Störig mit einem präzisen Abschluss in die rechte Ecke auf 3:1 stellte. Die Führung war verdient – doch entschieden war noch lange nichts.

In der 75. Minute nutzte Giften eine Unachtsamkeit und verkürzte auf 3:2. Plötzlich war die Spannung wieder voll da. Und obwohl Barienrode sich zahlreiche Chancen erspielte – unter anderem durch Philipp „Pippo“ Hartmann, Tupsi, Gomez und erneut Timo – blieb die endgültige Entscheidung zunächst aus.

Bis zur 89. Minute.

Wieder ist es Gomez, der den Ball mit viel Einsatz erkämpft, über außen durchbricht und den Ball gefährlich in den Strafraum bringt. Der Torwart kann nicht klären – und Timo Störig schaltet am schnellsten, setzt nach und drückt den Ball zum 4:2 über die Linie. Doppelpack. Entscheidung. Erlösung.

Die letzten Minuten wurden noch einmal unruhig, die Gäste verloren zunehmend die Nerven und mussten nach konsequentem Eingreifen des Schiedsrichters eine Gelb-Rote sowie eine Rote Karte hinnehmen.

Dann war Schluss.

Ein Spiel, das alles gefordert hat – körperlich wie mental.
Ein Spiel, das einmal mehr gezeigt hat, was in dieser Mannschaft steckt.

9 Punkte aus 3 Spielen – die maximale Ausbeute.
Der SC Barienrode steht nun bei 23 Punkten auf Platz 7 und präsentiert sich aktuell als Team, das vor Selbstvertrauen, Zusammenhalt und Siegeswillen nur so strotzt.

Auch neben dem Platz war wieder alles angerichtet:
Das Grillteam um Andreas Baran, Jörg Attin und Fritz Klein sorgte für beste Verpflegung und echte Heimspielatmosphäre.

Und als Krönung spendierte Markus Krawietz vom SC-Stammtisch eine Kiste Bier, die von Mannschaft und Umfeld gebührend gefeiert wurde.

Jetzt geht es in die kurze Osterpause, bevor am 12.04. um 13:00 Uhr die nächste Herausforderung wartet: Auswärts beim TSV Heisede, aktuell Tabellendritter.

Und eines ist klar:
Diese Mannschaft fährt dort nicht hin, um nur mitzuspielen. Und hoffentlich wird ein neutraler Schiedsrichter angesetzt. Ihr wisst schon warum…

Blau-Weiß ist bereit.

Von Bernhard