Für den SC Barienrode war beim Auswärtsspiel in Heisede nichts zu holen. Die Niederlage beim Tabellen-Dritten kam jedoch nicht überraschend, wenn man die Umstände betrachtet, unter denen die Partie stattfand – und endete im wahrsten Sinne des Wortes mit einer kalten Dusche.
Bereits vor dem Anpfiff stand die Mannschaft von Spielertrainer Dennis „Gomez“ Herrmann vor einer großen Herausforderung. Gleich fünf Stammspieler mussten ersetzt werden, wodurch die Startelf ordentlich durcheinandergewirbelt wurde. Als wäre das nicht schon genug, fehlte zudem ein angesetzter Schiedsrichter – alles andere als optimale Bedingungen für ein ohnehin schwieriges Auswärtsspiel.
Der nächste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten: Bereits in den ersten 20 Minuten mussten mit Timo Störig und Norman Landrock zwei weitere wichtige Spieler verletzungsbedingt vom Feld. Früh war klar – an diesem Tag würde vieles gegen die Blauweißen laufen.
In der Anfangsphase übernahm Heisede zwar die Kontrolle, kam jedoch zunächst kaum zu klaren Torchancen. Der SC Barienrode hielt kämpferisch dagegen und versuchte, sich ins Spiel zu arbeiten. In der 35. Minute fiel dann jedoch das 1:0 für die Gastgeber. Nach einer Ecke entstand ein unübersichtliches Durcheinander im Strafraum, in dem der Ball schließlich den Weg am Torwart vorbei ins Netz fand.
Nach dem Rückstand zeigte der SCB eine gute Reaktion. Die Mannschaft wurde mutiger, setzte Heisede früher unter Druck und arbeitete sich zunehmend Spielanteile. Zwar sprangen dabei nur Halbchancen heraus, dennoch war zu spüren, dass die Blauweißen sich noch nicht aufgegeben hatten.
Auch nach der Pause kam Barienrode ordentlich aus der Kabine und war bemüht, den Ausgleich zu erzwingen. Doch in der 55. Minute folgte der nächste Nackenschlag: Ein schneller Angriff der Gastgeber, ein Abschluss – 2:0.
Als wäre das nicht schon bitter genug, fiel rund zehn Minuten später das 3:0 aus klarer Abseitsposition, die jedoch nicht geahndet wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden.
Unterm Strich bleibt ein gebrauchter Tag für den SC Barienrode. Die vielen Ausfälle, das Verletzungspech im Spiel und unglückliche Situationen machten es nahezu unmöglich, in Heisede etwas Zählbares mitzunehmen. Dennoch gehört zur Wahrheit auch, dass Heisede die Partie insgesamt verdient für sich entscheiden konnte.
Und als kleiner, augenzwinkernder Abschluss eines ohnehin bitteren Tages wartete nach Abpfiff noch die böse Überraschung:
Die Duschen waren kalt – im wahrsten Sinne eine doppelte „kalte Dusche“ für den SCB.
Jetzt gilt es, den Blick direkt nach vorne zu richten. Die Köpfe bleiben oben, gearbeitet wird wie gewohnt weiter – bereits am Dienstag und Donnerstag stehen die nächsten Trainingseinheiten an.
Am kommenden Sonntag wartet dann die nächste Aufgabe:
Ein Heimspiel gegen die SG Salzdetfurth/Wehrstedt I, aktuell Tabellen-Vorletzter. Doch Vorsicht ist geboten: Auch wenn die Ausgangslage auf dem Papier klar erscheint und die Spielgemeinschaft zum Saisonende aufgelöst wird, darf der Gegner keinesfalls unterschätzt werden.
Der SC Barienrode ist gewarnt – und will vor heimischer Kulisse die richtige Antwort zeigen.
Ziel ist klar: Wiedergutmachung und die nächsten drei Punkte.