Interview geführt von Bernhard Kruppki (1. Vorsitzender & Öffentlichkeitsarbeit SC Barienrode)


Bernhard: Dennis, im Umkreis hört man aktuell immer öfter, dass Vereine überlegen, Mannschaften vom Spielbetrieb abzumelden, weil Spieler fehlen. Beim SC Barienrode passiert genau das Gegenteil. Wie erklärst du dir das?

Dennis „Gomez“ Herrmann:
Das ist tatsächlich krass zu sehen. Während andere kämpfen, überhaupt noch Teams zusammenzubekommen, wachsen wir gerade. Ich glaube, das liegt daran, dass wir hier etwas aufgebaut haben, das über den reinen Fußball hinausgeht. Bei uns geht es um Gemeinschaft, um Zusammenhalt und darum, dass sich jeder willkommen fühlt. Die Leute merken das – und wollen Teil davon sein.


Bernhard: Jetzt geht der SC sogar den nächsten Schritt und stellt eine 2. Herren. Mit Justin Hughes wurde dafür ein neuer Trainer verpflichtet. Was bedeutet das für den Verein?

Gomez:
Das ist ein riesiger Schritt. Mit Justin hoffen wir, dass uns auch der Neuanfang bei der 2. Herren gelingt, so wie wir es im letzten Jahr mit der 1. Herren geschafft haben. Eine enge Zusammenarbeit bildet die Basis für gemeinsame Erfolge. Und die 2. Herren wird uns enorm helfen, noch mehr Spielern eine Perspektive zu geben. Genau das brauchen Vereine heute: Möglichkeiten für alle – egal ob jung, erfahren oder Wiedereinsteiger.


Bernhard: Viele sprechen davon, dass Barienrode „anders“ ist. Was macht der SC deiner Meinung nach besonders?

Gomez:
Ganz ehrlich? Es ist dieses Gesamtpaket. Wir haben hier Top-Bedingungen – LED-Flutlicht, renovierte Kabinen, einen richtig guten Platz. Jeder kann hier seine Ideen einbringen und es wird versucht alles umzusetzen, wie zum Beispiel: Auswahl der Trikots, Anschaffung eines Herren-Trainingstors etc.
Aber das allein reicht nicht.

Was uns besonders macht, sind die Menschen: Hier packen viele selbstlos mit an. Dadurch können wir Dinge wie niedrige Getränkepreise möglich machen, es wird bei jedem Spiel gegrillt – das ist einfach gelebte Vereinskultur. Man kommt nicht nur zum Kicken, man bleibt auch danach gern.


Bernhard: Sportlich läuft es ebenfalls. Die 1. Herren ist auf einem starken Weg. Wie blickst du auf das Thema Aufstieg?

Gomez:
Wir bleiben da ganz ruhig. Wir schauen wirklich von Spiel zu Spiel und geben jedes Mal alles. Dass wir überhaupt so weit gekommen sind, hat uns am Anfang ehrlich gesagt keiner zugetraut. Umso mehr genießen wir das gerade – aber ohne den Fokus zu verlieren.


Bernhard: Ein wichtiger Punkt ist auch die Jugendarbeit. Wie siehst du die Entwicklung dort?

Gomez:
Das ist extrem wichtig für uns. Der Unterbau wächst und wird in ein paar Jahren richtig Früchte tragen, da bin ich mir sicher. Wenn du eine starke Jugend hast, sicherst du dir langfristig den Verein. Und genau da legen wir aktuell die Basis.


Bernhard: Zum Abschluss: Was bedeutet dir der SC Barienrode persönlich?

Gomez:
Ganz klar: Ich pass hier komplett rein.
Hier ist einfach alles perfekt – die Menschen, die Entwicklung, die Stimmung. Es macht jeden Tag Spaß, Teil davon zu sein.


Bernhard Kruppki: Danke dir für das Gespräch!


SC Barienrode – mehr als nur Fußball.

Foto: Adrian Spieler

Von Bernhard