Der Sportplatz des SC Barienrode befindet sich aktuell in der wohlverdienten Winterruhe. Kein Trainingsbetrieb, keine Spiele, keine Schritte auf dem Rasen. Und genau diese Ruhe wurde offenbar genutzt – allerdings nicht von Sportlerinnen und Sportlern.

Rund um den Platz sind inzwischen über 100 Maulwürfhügel entstanden. Das sieht nach einer riesigen Invasion aus, ist aber vermutlich das Werk weniger, dafür extrem fleißiger Maulwürfe. Eine kleine Truppe, die gezeigt hat, was man mit Ausdauer und genügend Zeit im Untergrund alles schaffen kann. Der Bereich neben dem Platz gleicht stellenweise einer Mondlandschaft.

Die gute Nachricht: Der Platz selbst ist völlig unversehrt. Kein Hügel, keine Untergrabung, kein Schaden am Spielfeld. Und das ist kein Zufall. Die Aschenlaufbahn wirkt wie eine natürliche Verteidigungslinie. Dabei ist es nicht nur die Asche an der Oberfläche, sondern vor allem der massive Unterbau aus Lavasteinen, der jede Grabambition zuverlässig beendet. Wer hier weiterkommen will, bräuchte mehr als Pfoten und Ehrgeiz – schweres Gerät wäre angesagt.

Man kann auf den Bildern sehr gut erkennen, dass die unterirdischen Aktivitäten konsequent an der Laufbahn enden. Weiter geht es nicht. Eine bessere Werbung für den Aufbau und die Funktion dieser Bahn gibt es kaum.

Umso erfreulicher ist es, dass sich der Vorstand des SC Barienrode und die Gemeinde Diekholzen einig sind: Diese Laufbahn bleibt. Ja, der Pflegeaufwand ist erheblich. Ja, Aschebahnen verlangen Aufmerksamkeit. Aber sie schützen den Platz, erfüllen ihren Zweck und machen deutlich, wie durchdacht die Anlage ist.

Bleibt zu hoffen, dass die Maulwürfe ihre Winterruhe weiter genießen – und wir im Frühjahr einen Sportplatz vorfinden, der genau dort unversehrt ist, wo er es sein muss.

Von Bernhard